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Diesen Beitrag finden Sie in Ausgabe 3/2015.

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COM-Add-Ins: Setup erstellen

Wenn Sie ein COM-Add-In mit Visual Studio 2013 erstellen, möchten Sie es vermutlich nicht nur auf dem Entwicklungsrechner einsetzen, sondern dieses auch weitergeben. Dazu erstellt man der Regel ein Setup, das dann auf den Zielrechner kopiert und dort ausgeführt wird. Der Vorteil ist, dass dieses die benötigten Dateien direkt an der richtigen Stelle speichert und die Registry-Einträge zum System hinzufügt. Dieser Beitrag zeigt die Schritte, die zum Erstellen eines solchen Setups erforderlich sind.

Voraussetzungen

Um die in diesem Beitrag beschriebenen Techniken umzusetzen, benötigen Sie eine Installation von Visual Studio 2013, zum Beispiel die kostenlose Community-Edition. Zusätzlich brauchen wir noch eine Komponente, um das Setup zu erstellen – mehr dazu weiter unten. Schließlich beschreibt der Beitrag COM-Add-Ins mit Visual Studio Community 2013 (www.access-im-unternehmen.de/982), wie Sie das Grundgerüst eines COM-Add-In-Projekts entwickeln, das wir hier weitergeben möchten.

Weitergabe

Wenn Sie dieses Add-In an andere Benutzer weitergeben beziehungsweise auf anderen Rech­­nern installieren wollen, müssen Sie Visual Studio 2013 noch eine Komponente hinzufügen. Dies erledigen Sie wie in den nachfolgend beschriebenen Schritten.

Als Erstes legen Sie in Visual Studio mit dem Befehl Datei|Neu|Projekt ein neues Projekt an. Dabei wählen Sie im linken Bereich den Eintrag Andere Projekttypen|Setup und Bereitstellung aus. Es erscheint der Eintrag In­stallShield Limited Edition aktivieren. Wählen Sie diesen aus, legen Sie eine Bezeichnung für das neue Projekt fest (in diesem Fall SetupUndBereitstellung) und klicken Sie auf OK (s. Bild 1).

Auswählen der Install Shield Limited Edition

Bild 1: Auswählen der Install Shield Limited Edition

Nach dem Klick auf OK erscheint ein Internet-Browser und zeigt eine Seite mit weiteren Anweisungen an.

Hier klicken Sie auf den Link Rufen Sie die Downloadseite auf (s. Bild 2).

Download-Link auswählen

Bild 2: Download-Link auswählen

Es erscheint nun eine weitere Internetseite, auf der Sie einige Registrierungsinformationen eintragen (s. Bild 3). Klicken Sie anschließend auf die Schaltfläche Download Now.

Eingeben einiger Registrierungsinformationen

Bild 3: Eingeben einiger Registrierungsinformationen

Danach erhalten Sie bereits die Seriennummer sowie den Link zum Download der Komponente (s. Bild 4).

Abruf von Download und Seriennummer

Bild 4: Abruf von Download und Seriennummer

Die Seriennummer kopieren Sie bitte an einen sicheren Ort, da Sie diese später zur Aktivierung von InstallShield benötigen. Sie erhalten diese allerdings auch noch per E-Mail.

Laden Sie die Komponente herunter und installieren Sie diese.

Gegebenenfalls müssen Sie noch eine weitere Komponente namens Microsoft Visual C++ 2008 SP1 Redistributable Package (x86) herunterladen und installieren – in diesem Fall erscheint eine entsprechende Meldung. Danach wird dann direkt die InstallShield 2013 Limited Edition installiert.

Damit sind die Arbeiten an dieser Stelle beendet. Sie müssen nun Visual Studio 2013 neu starten.

Anschließend wählen Sie erneut den Menüeintrag Datei|Neu|Projekt. Wählen Sie links wieder den Eintrag Andere Projekttypen|Setup und Bereitstellung aus. In den Vorlagen erscheint nun ein Eintrag namens Install­Shield Limited Edition Project (s. Bild 5).

Aktivierung von InstallShield

Bild 5: Aktivierung von InstallShield

Markieren Sie diesen Eintrag und klicken Sie erneut auf OK. Nun erscheint der Dialog aus Bild 6, wo Sie die erste Option wählen.

Aktivierung/Registrierung von InstallShield

Bild 6: Aktivierung/Registrierung von InstallShield

Schließlich geben Sie die soeben auf der Internetseite angezeigte Seriennummer in den folgenden Dialog ein (s. Bild 7). Der Assistent validiert nun die Seriennummer und aktiviert das Produkt. Sie können das Projekt nun vorerst schließen.

Eingabe der Seriennummer

Bild 7: Eingabe der Seriennummer

Weitergabe-Projekt erstellen

Nun wollen wir unser Projekt für die Weitergabe vorbereiten. Dazu öffnen Sie zunächst das gewünschte Projekt – in unserem Fall das im Beitrag COM-Add-Ins mit Visual Studio Community 2013 (www.access-im-unternehmen.de/982) erstellte Projekt Textbausteine2013. Wählen Sie dann den Menübefehl Datei|Hinzufügen|Neues Projekt aus. Hier selektieren Sie nun den Eintrag lnstall Limited Edition Project. Außerdem legen Sie als Name des Projekts den Wert Setup_Textbausteine2013 fest (s. Bild 8).

Hinzufügen des Setup-Projekts zu dem für die Weitergabe bestimmten Projekt

Bild 8: Hinzufügen des Setup-Projekts zu dem für die Weitergabe bestimmten Projekt

Neben dem eigentlich Projekt erscheint das Setup-Projekt nun zusätzlich in der Projektmappe – samt einem Bereich, der die weiteren Schritte unterstützt (s. Bild 9).

Das Setup-Projekt in der Projektmappe

Bild 9: Das Setup-Projekt in der Projektmappe

Klicken Sie nun im Projekt-Explorer doppelt auf den Eintrag Project Assistant (siehe Bild 10).

Auswahl des Projekt-Assistenten

Bild 10: Auswahl des Projekt-Assistenten

Hier klicken Sie nun unten auf Application Information und ergänzen die Informationen zur Anwendung wie in Bild 11. Ändern Sie insbesondere den Wert unter Specify your application name noch von Setup_Textbausteine2013 beispielsweise in amvTextbausteine2013, da dies der Name ist, unter dem das Add-In beispielsweise im Setup und in der Liste der installierten Programme in der Systemsteuerung angezeigt wird.

Anwendungsinformationen

Bild 11: Anwendungsinformationen

Anschließend wechseln Sie zum Bereich Application Files und klicken dort auf die Schaltfläche Add Project Outputs. Hier wählen Sie den Eintrag Primäre Ausgabe aus und schließen den Dialog wieder (s. Bild 12).

Primäre Ausgabe einstellen

Bild 12: Primäre Ausgabe einstellen

Dateien hinzufügen

Klicken Sie dann im gleichen Dialog auf die Schaltfläche Add Files. Es erscheint ein Datei öffnen-Dialog, mit dem Sie zu dem Verzeichnis des eigentlichen Projekts navigieren, das die Dateien mit der Dateiendung .vsto und .manifest enthält. Wählen Sie beide aus und klicken Sie auf Öffnen (s. Bild 13).

Auswahl der .vsto- und der .manifest-Datei

Bild 13: Auswahl der .vsto- und der .manifest-Datei

Die gewählten Dateien erscheinen nun in der Dateistruktur für den Zielcomputer im Verzeichnis [INSTALLDIR] (s. Bild 14).

Die Anwendungsdaten mit den soeben ausgewählten Dateien

Bild 14: Die Anwendungsdaten mit den soeben ausgewählten Dateien

.NET-Framework als Komponente hinzufügen

Nun fügen wir noch die übrigen für die Funktion des Add-Ins nötigen Komponenten zum Setup hinzu. Das ist beispielsweise das .NET-Framework.

Klicken Sie im Projektmappen-Explorer doppelt auf den Eintrag Specify Application Data|Redistributables und wählen Sie links den Eintrag Microsoft .NET Framework 4.0 (FULL) aus (s. Bild 15).

Hinzufügen des benötigten .NET-Frameworks

Bild 15: Hinzufügen des benötigten .NET-Frameworks

Visual Studio 2013 Tools for Office-Runtime als Komponente hinzufügen

Dies ist die zweite zusätzlich benötigte Komponente. Hier ist die Vorgehensweise etwas komplizierter. Als Erstes ermitteln Sie eine GUID.

Dazu verwenden Sie den Befehl Extras|GUID erstellen von Visual Studio. Im nun erscheinenden Dialog wählen Sie die Option Regis­trierungsformat und klicken dann auf Kopieren (s. Bild 16).

GUID ermitteln

Bild 16: GUID ermitteln

Schließen Sie den Dialog anschließend wieder. In der Zwischenablage befindet sich eine GUID wie etwa {ABC49891-4A4C-4E07-B540-FB663B5BA318}.

Erstellen Sie dann eine neue Textdatei und fügen Sie den Inhalt aus Listing 1 ein.

<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<SetupPrereq>
   <conditions>
     <condition Type="32" Comparison="2" 
       Path="HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\VSTO Runtime Setup\v4R" 
       FileName="Version" ReturnValue="10.0.50903" Bits="2"></condition>
     <condition Type="32" Comparison="2" 
       Path="HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Wow6432Node\Microsoft\VSTO Runtime Setup\v4R" 
       FileName="Version" ReturnValue="10.0.50903" Bits="2"></condition>
   </conditions>
   <files>
     <file LocalFile="<ISProductFolder>\SetupPrerequisites\VSTOR\vstor_redist.exe" 
       URL="http://download.microsoft.com/download/C/0/0/C001737F-822B-48C2-8F6A-CDE13B4B9E9C/
           vstor_redist.exe" 
       CheckSum="88b8aa9e8c90818f98c80ac4dd998b88" FileSize=" 0,40117912"></file>
   </files>
   <execute file="vstor_redist.exe" returncodetoreboot="1641,3010" requiresmsiengine="1">
   </execute>
   <properties Id="{62A91C97-D329-435F-A78F-620D5CBCD877}" 
     Description="This prerequisite installs the most recent version of the Microsoft  
         Visual Studio 2010 Tools for Office Runtime." >
   </properties>
</SetupPrereq>

Listing 1: Konfiguration des Setups

Speichern Sie die Datei unter dem Namen Visual Studio 2013 Tools for Office Runtime.prq in einem der folgenden Verzeichnisse:

  • Bei 32-Bit-Betriebssystemen: %ProgramFiles%\InstallShield\2013LE\SetupPrerequisites\
  • Bei 64-Bit-Betriebssystemen: %ProgramFiles(x86)%\2013LE\InstallShield\SetupPrerequisites\

Danach wechseln Sie zurück zu Visual Studio und betätigen dort die Schaltfläche zum Ak­tu­ali­sieren. Anschließend finden Sie den Eintrag Visual Studio 2013 Tools for Office Runtime vor und markieren diesen (s. Bild 17).

Hinzufügen der neuen Komponente

Bild 17: Hinzufügen der neuen Komponente

Installationsverzeichnis auf dem Zielrechner festlegen

Nun kümmern wir uns um den Ort auf dem Rechner des Benutzers, an dem das Add-In installiert werden soll. Dazu klicken Sie im Projektmappen-Explorer doppelt auf den Eintrag Organize your Setup|General Information. Im nun erscheinenden Bereich klicken Sie auf die Schaltfläche rechts neben dem Eintrag INSTALLDIR. Legen Sie hier das Verzeichnis auf dem Zielrechner fest, in dem die Dateien landen sollen (s. Bild 18). Verwenden Sie dabei unterhalb des Ordners [ProgramFilesFolder] etwa ein Schema wie \. In diesem Fall:

Zielverzeichnis auf dem Rechner des Benutzers festlegen

Bild 18: Zielverzeichnis auf dem Rechner des Benutzers festlegen

[ProgramFilesFolder]\Andre Minhorst Verlag\Textbausteine2013

Auch die Sprache des Setups können Sie hier mit der Eigenschaft Setup Language festlegen.

Computerweite Installation oder je Benutzer?

Anschließend legen Sie fest, ob das Add-In nur für den Benutzer verfügbar sein soll, der es installiert, oder für alle Benutzer, die mit dem Computer arbeiten. Dies erledigen Sie im gleichen Bereich wie zuvor, diesmal jedoch mit der Eigenschaft ALLUSERS (s. Bild 19).

Einstellung der Installation je Benutzer/Rechner

Bild 19: Einstellung der Installation je Benutzer/Rechner

Registrierungsschlüssel definieren

Genau wie bei Access-Add-Ins müssen Sie auch für Office-Add-Ins einige Einträge in der Registry vornehmen, damit die jeweilige Anwendung beim Start erkennt, welche Add-Ins geladen werden sollen.

Dazu klicken Sie zunächst doppelt auf den Eintrag Project Assistant im Projektmappen-Explorer. Dann klicken Sie unten auf die Schaltfläche Application Registry. Es erscheint ein Bereich, der die grundlegende Struktur der Registry darstellt.

Hier fügen Sie je nach Zielversion von Office und Windows und in Abhängigkeit von der Registrierung je Benutzer/je Rechner verschiedene Schlüssel ein.

Der einfachste Weg ist die Erstellung für die benutzerabhängige Installation.

Dann fügen Sie den folgenden Pfad hinzu:

HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Office\Outlook\Addins\<Hersteller>.<Add-In-Name>

Mit unseren oben verwendeten Werten ersetzen wir die Platzhalter wie folgt:

HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Office\Excel\Addins\AMV\Textbausteine2013

Wenn Sie eine Installation je Rechner vornehmen wollen, benötigen Sie einen der folgenden Pfade:

  • Für Windows in der 32 Bit-Version oder für Windows in der 64 Bit-Version mit Office in der 32 Bit-Version: HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE(32-Bit)\Microsoft\Office\Excel\Add–ins\.
  • Für Windows in der 64 Bit-Version mit Office in der 64 Bit-Version: HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE(64-Bit)\Microsoft\Office\Excel\Add–ins\.

Wenn Sie also Windows in der 64 Bit-Version als Ziel angeben, sollten Sie Office in der 32 Bit-Version und in der 64 Bit-Version berücksichtigen, da ja beide Versionen auf einem 64 Bit-System installiert sein können und dann auf verschiedene Registry-Bereiche zugreifen.

Diese Schlüssel fügen Sie entweder dem Zweig SOFTWARE (32 Bit) oder dem Zweig SOFTWARE (64 Bit) hinzu, indem Sie den Kontextmenü-Eintrag New|Key aufrufen und die neuen Elemente Schritt für Schritt hinzufügen. Haben Sie die Schlüssel angelegt, folgen die eigentlichen Daten.

Je nachdem, welchen Eintrag Sie verwenden, fügen Sie nun über den Kontextmenü-Eintrag New|String Value des letzten Elements (in Bild 20 mit dem Namen AMV.Text­bau­steine­2013) zunächst den Eintrag Description hinzu.

Anlegen der Registrierungsschlüssel

Bild 20: Anlegen der Registrierungsschlüssel

Klicken Sie dann doppelt auf die neue Eigen­schaft und geben Sie etwa Textbausteine 2013 ein. Das Gleiche erledigen Sie für die Eigenschaft Friendly­Name (gleicher Datentyp, gleicher Wert), für LoadBehavior (New|DWORD-Value, als Wert die Zahl 3 – dies bedeutet, dass das Add-In beim Start der Office-Anwendung geladen werden soll) und für Manifest den folgenden Ausdruck:

file:///[INSTALLDIR]Textbausteine2013.vsto ein|vstolocal

[INSTALLDIR] wird dynamisch mit dem entsprechenden Ordner ersetzt. Als Datei geben sie die .vsto-Datei an, die Sie weiter oben erstellt und bereits an anderer Stelle dem Setup zugewiesen haben.

Schließlich bedeutet vstolocal, dass die Datei nicht aus dem Web geladen werden soll.

Setup erstellen

Danach können wir das Setup endlich erstellen. Dazu klicken Sie im Projektmappen-Explorer doppelt auf den Eintrag Prepare for Release|Releases. Es erscheint nun der Bereich Releases (s. Bild 21). Klicken Sie hier links auf den Eintrag Builds|Express|SingleImage. Dann wählen Sie rechts daneben die Registerseite Setup.exe aus und legen dort für die Eigenschaft InstallShield Prerequisites Location den Eintrag Download From The Web an.

Einstellen, ob die benötigten InstallShield-Komponenten aus dem Web geladen werden sollen

Bild 21: Einstellen, ob die benötigten InstallShield-Komponenten aus dem Web geladen werden sollen

Wählen Sie dann aus dem Menü von Visual Basic den Eintrag Erstellen|Konfigurations-Manager aus. Es erscheint der Dialog aus Bild 22. Stellen Sie hier für das Setup-Projekt, in diesem Fall also Setup_Textbausteine2013, in der Spalte Konfiguration den Wert SingleImage ein.

Dialog zum Einstellen der Projektmappen-Konfiguration

Bild 22: Dialog zum Einstellen der Projektmappen-Konfiguration

Erstellen Sie dann das Setup-Projekt, indem Sie den Menübefehl Erstellen|Setup_Text­bau­stei­ne­2013 erstellen auswählen (s. Bild 23).

Erstellen des Setup-Projekts

Bild 23: Erstellen des Setup-Projekts

Nach diesem kleinen Marathon gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht. Die schlechte ist: Die Wahrscheinlichkeit, dass wir irgendeine Einstellung falsch gesetzt oder eine Kleinigkeit vergessen haben, ist vorhanden. Die gute Nachricht ist: Wir können das Setup-Projekt ja jederzeit anpassen. Man braucht also nur Schritt für Schritt zu kontrollieren, ob alle Einstellungen korrekt sind.

Wenn es nach der Ausgabe geht, scheint schon mal alles gut geklappt zu haben (s. Bild 24).

Ausgabe nach dem Erstellen des Setups

Bild 24: Ausgabe nach dem Erstellen des Setups

Schauen wir uns also an, wo das Setup gelandet ist. In unserem Fall handelt es sich um diesen Ordner:

C:\Users\Andre\Documents\Visual Studio 2013\Projekte\Textbausteine2013\
Setup_Textbausteine2013\Setup_Textbausteine2013\Express\SingleImage\DiskImages\DISK1\Setup.exe

Kopieren wir also die Datei Setup.exe auf den Zielrechner und starten sie.

Sollten die Visual Studio 2013 Tools for Office noch nicht installiert sein, erscheint noch eine Meldung, die fragt, ob diese nachinstalliert werden dürfen.

Nachdem neben dem VSTO-Download auch noch das Add-In selbst installiert wurde, konnte der erste Test starten: Also Outlook öffnen, auf die MsgBox des provisorischen Add-Ins warten (oder, falls schon weiterprogrammiert, den entsprechenden Menüeintrag in einer neuen Mail suchen) und loslegen!

Troubleshooting

Normalerweise sollte die Installation zwar so wie hier vorgesehen funktionieren. Es gibt jedoch diverse Szenarien, die dies verhindern könnten. Die folgenden Abschnitte erläutern, was Sie in diesem Fall tun können.

Fehler bei der Installation

Sollte beim Aufruf des Add-Ins eine Fehlermeldung erscheinen, die einen Fehler bei der Installation vermeldet und dabei auf die Datei Textbausteine2013.vsto verweist, gehen Sie wie folgt vor.

Im Groben besagt die Fehlermeldung, dass die .vsto-Datei nicht heruntergeladen werden konnte. Dabei enthält die Fehlermeldung den Pfad, an dem sich die Datei eigentlich befinden sollte. Schauen wir also auf der Festplatte, ob das Setup die Datei überhaupt an der entsprechenden Stelle gespeichert hat – nämlich unter C:\Program Files (x86)\Andre Minhorst Verlag\Textbausteine2013\Application Files\Textbausteine2013_1_0_0_2\Textbausteine2013.dll.manifest.

Ein Blick in den Windows Explorer zeigt jedoch, dass dieses Verzeichnis gar nicht existiert, sondern dass sich diese Datei im Verzeichnis C:/Program Files (x86)/AMV/Textbausteine2013/Textbausteine2013.vsto befindet.

Das Add-In scheint beim Starten dennoch eine Datei in dem angegebenen Verzeichnis zu suchen. Werfen wir einen Blick in die Datei Textbausteine2013.vsto, die sich ja im Installationsverzeichnis befindet.

Dies ist eine XML-Datei, und dort finden wir tatsächlich den Download-Ort, den das Add-In nicht finden kann – hier fett gedruckt:

<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
<asmv1:assembly ...>
   <assemblyIdentity ... />
   <description ... />
   <deployment install="false" mapFileExtensions="true" />
   <compatibleFrameworks xmlns="urn:schemas-microsoft-com:clickonce.v2">
     <framework targetVersion="4.0" profile="Full" supportedRuntime="4.0.30319" />
   </compatibleFrameworks>
   <dependency>
     <dependentAssembly dependencyType="install" 
       codebase="Application Files\Textbausteine2013_1_0_0_2\
           Textbausteine2013.dll.manifest"
       size="11147">
       ...
     </dependentAssembly>
   </dependency>
<publisherIdentit

Um die Datei zu ändern, müssen Sie einen Texteditor als Administrator ausführen. Damit ändern wir den Pfad so, dass er auf die Datei Textbausteine2013.dll.manifest im gleichen Verzeichnis wie die .vsto-Datei zeigt:

    <dependentAssembly dependencyType="install" 
       codebase="Textbausteine2013.dll.manifest" 
       size="11147">

Damit sollte dieses Problem nach der Neuerstellung, der De- und Neuinstallation auf dem Zielrechner gelöst sein.

Ungültiges Manifest

Eine andere Fehlermeldung beim Start des Add-Ins vermutet, dass das Manifest ungültig ist oder nicht gefunden werden konnte. In den Details heißt es dann weiter: Die XML-Signatur des Manifests ist ungültig. und Die digitale Signatur des Objekts konnte nicht bestätigt werden.

Dieser Fehler könnte natürlich auch entstehen, weil wir die XML-Datei geändert haben, aber nicht die im Element hash gespeicherten Signatur-Informationen.

Also gehen wir nochmals zurück zu Visual Studio und schauen uns an, ob wir nicht möglicherweise einen Fehler beim Hinzufügen der Dateien eingebaut haben. Dies könnte der Fall sein, wenn Sie die Dateien Textbausteine2013.vsto und Textbausteine2013.dll.manifest aus dem falschen Verzeichnis hinzugefügt haben – und zwar nicht aus \bin\Release des Hauptverzeichnisses des eigentlichen Projekts, sondern aus \bin\Debug.

Fügen Sie also die richtigen Dateien hinzu und bestätigen Sie das Überschreiben der vorhandenen, falschen Dateien. Erstellen Sie das Setup erneut, deinstallieren Sie das Add-In und installieren Sie es erneut, dann sollte dieses Problem behoben sein.

Neu installieren

Wenn Sie das Add-In neu installieren möchten, müssen Sie es zuvor über den Eintrag Programme und Funktionen der Systemsteuerung deinstallieren.

Deaktiviertes COM-Add-In

Wenn das Add-In beim Start einmal einen Fehler ausgelöst hat, scheint es immerhin schon einmal installiert zu sein und Outlook versucht auch schon, das Add-In zu laden.

Wenn dabei ein Fehler ausgelöst wird, deaktiviert Outlook das Add-In unter Umständen. Dies können Sie im Dialog aus Bild 25 einsehen, indem Sie in Outlook zuerst den Optionen-Dialog öffnen, dort zum Bereich Add-Ins wechseln, unten mit dem Kombinationsfeld Verwalten den Eintrag COM-Add-Ins auswählen und auf Gehe zu klicken. Wenn Sie etwa den Fehler nochmal reproduzieren möchten, aktivieren Sie das Add-In wieder. Dies startet das Add-In direkt noch mal, was die Fehlermeldung erneut hervorrufen sollte (und das erneute Deaktivieren des Add-Ins).?

Deaktiviertes COM-Add-In

Bild 25: Deaktiviertes COM-Add-In

Im Falle eines Fehlers

Gelegentlich werden Sie beim Debuggen oder Testen einen schwerwiegenden Fehler auslösen – siehe Bild 27. Möglicherweise wollen Sie die Fehlermeldung schnell wegklicken und deaktivieren damit das COM-Add-In.

Meldung beim Auftreten eines schwerwiegenden Fehlers

Bild 26: Meldung beim Auftreten eines schwerwiegenden Fehlers

In diesem Fall hilft es auch nicht mehr weiter, wenn Sie das Add-In einfach über den Add-In-Bereich im Optionen-Dialog neu starten – es bleibt deaktiviert, auch wenn Sie den Debugging-Vorgang erneut starten. Sie müssen dann unten unter Verwalten den Eintrag Deaktivierte Elemente auswählen und auf Gehe zu... klicken.

Im nun erscheinenden Dialog Deaktivierte Elemente finden Sie das deaktivierte Element (s. Bild 28). Nach der Auswahl des entsprechenden Eintrags aktivieren Sie das Element mit einem Klick auf die Schaltfläche Aktivieren.

Aktivieren eines deaktivierten Elements

Bild 27: Aktivieren eines deaktivierten Elements

Nun müssen Sie das Add-In aber immer noch neu starten, wenn Sie es direkt wieder nutzen möchten.

Add-In wird zwar installiert, erscheint aber nicht in Outlook

Gegebenenfalls installiert das Setup das Add-In zwar, was unter anderem am Eintrag in der Systemsteuerung unter Programme und Funktionen zu erkennen ist oder daran, dass sich die benötigten Einträge in der Registry finden.

Irgendetwas verhindert aber scheinbar, dass Outlook das Add-In findet oder versucht, es zu starten. Das bedeutet, dass weder eine Fehlermeldung erscheint, noch dass das Add-In in der Liste der COM-Add-Ins in den Outlook-Optionen zu finden ist.

In diesem Fall könnte es während der Installation zu einem Fehler gekommen sein, den das Setup aber nicht gemeldet hat. Sie können dies prüfen, indem Sie zu dem Verzeichnis wechseln, das die Programmdateien des COM-Add-Ins enthält.

Dort finden Sie dann die Datei Textbausteine2013.vsto, die Sie per Doppelklick starten können. Das Ergebnis sieht dann beispielsweise wie in Bild 26 aus. Hierbei handelt es sich um einen Fehler bei der Installation der Visual Studio 2010 Tools for Office (VSTO).

Fehler beim manuellen Aufruf der .vsto-Datei

Bild 28: Fehler beim manuellen Aufruf der .vsto-Datei

In diesem Fall laden Sie diese Komponente manuell unter dem folgenden Link herunter und installieren diese:

http://www.microsoft.com/de-DE/download/details.aspx?id=44074

Danach steht möglicherweise ein Neustart des Systems an, um die Installation abzuschließen.

Nun installieren Sie auch die Datei Textbausteine2013.vsto erneut, was danach keine weiteren Fehler mehr verursachen sollte.

Sollte dies immer noch nicht funktionieren, müssen Sie die Datei vstor_redist.exe nochmals installieren – allerdings erst, nachdem Sie deren Konfigurationsdatei zuvor umbenannt haben. Diese finden Sie in einem der beiden folgenden Verzeichnisse:

C:\Program Files (x86)\Common Files\Microsoft Shared\VSTO\10.0

oder:

C:\Program Files\Common Files\Microsoft Shared\VSTO\10.0 

Erfolgreiche Installation

Nach der Installation starten wir Outlook und – es funktioniert! Sollte sich die MsgBox-Anweisung noch in der Ereignisprozedur ThisAddIn_Startup befinden, erscheint nun die dort angegebene Meldung. Falls nicht, müssen Sie nicht verzweifeln: Möglicherweise ist das Add-In nach einem vorherigen Fehlversuch und der damit einhergehenden Deaktivierung noch nicht wieder aktiviert. Dies holen Sie wie weiter oben beschrieben nach. Anschließend sollte es jedoch funktionieren. Falls nicht, prüfen Sie nochmals die durchgeführten Schritte.

Zusammenfassung und Ausblick

Mit der hier vorgestellen Vorgehensweise können Sie Setup-Projekte für mit Visual Studio 2013 erstellte COM-Add-Ins für Office-Anwendungen wie Outlook, Excel oder Word erstellen. Für Access gibt es leider keine geeignete Vorlage, aber wir werden uns bemühen, einen Workaround zu finden.

Im Beitrag COM-Add-Ins mit Visual Studio Community 2013 (www.access-im-unternehmen.de/982) haben Sie erfahren, wie Sie das Grundgerüst für ein COM-Add-In mit Visual Studio Community 2013 erstellen. Der Beitrag Outlook-Textbausteine mit Access (www.access-im-unternehmen.de/986) zeigt, wie Sie dieses COM-Add-In zu einer vollwertigen Anwendung ausbauen.

Link

Deploying a Visual Studio 2010 Tools for Office Solution Using Windows Installer: http://msdn.microsoft.com/en-us/vsto/ff937654.aspx

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