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Zusammenfassung
Erfahren Sie, wie Sie per VBA auf die Elemente eines TreeView-Steuerelements zugreifen.
Techniken
Formulare, VBA, TreeView
Voraussetzungen
Access 2002 und höher
Beispieldateien
TreeViewImGriff.mdb
Shortlink
683
TreeView-Elemente im Griff
André Minhorst, Duisburg
Das TreeView-Steuerelement ist der Platzhirsch unter den Steuerelementen zur Anzeige hierarchischer Daten. Wie man es füllt, haben wir in diversen Beiträgen gezeigt - aber wie ändert man darin enthaltene Elemente später und wie greift man überhaupt auf diese zu? Dieser Beitrag beleuchtet, wie Sie beliebige Elemente referenzieren, löschen, durchlaufen, ersetzen und ihre Eigenschaften anpassen.
Wer noch keine Erfahrung mit dem TreeView-Steuerelement gesammelt hat und diesen Beitrag zum Anlass nimmt, sich einmal damit zu beschäftigen, sei auf die erwähnten bereits erschienenen Beiträge verwiesen - die Suche nach dem Begriff TreeView im Onlinearchiv von www.access-im-unternehmen.de dürfte genügend Lesematerial liefern.
An dieser Stelle wollen wir uns nur peripher mit dem dem Füllen des TreeViews beschäftigen und eher auf den Umgang mit dem bereits voller Früchte hängenden Baum konzentrieren. Da gibt es nämlich genügend Fragestellungen wie etwa die folgenden:
- Wie referenziere ich ein Element im TreeView?
- Wie erfahre ich, wie das aktuelle Element heißt?
- Wie springe ich zum ersten, letzten, vorherigen oder nächsten Element im TreeView?
- Wie kann ich die vorhandenen Elemente durchlaufen?
Beispieldatenbank
Damit Sie sich als TreeView-Neuling nicht durch alle bereits erschienenen Beiträge zu diesem Thema durchkämpfen müssen, hier in aller Kürze der Ablauf zum Füllen des TreeViews mit Beispieldaten. Die Beispieldatenbank enthält drei Tabellen namens tblA, tblB und tblC, die im Datenmodell wie in Abb. 1 aussehen und bei denen die Tabelle tblB über das Fremdschlüsselfeld AID mit Tabelle tblA und die Tabelle tblC auf die gleiche Weise mit tblB verknüpft ist. Die kleine Routine aus Listing 1 füllt die Tabellen mit Beispieldaten.
Public Sub Beispieldaten()
Dim db As DAO.Database
Set db = CurrentDb
Dim intA As Integer, lngA As Long, intB As Integer, lngB As Long, intC As Integer
db.Execute "DELETE FROM tblAâ€, dbFailOnError
For intA = 1 To 5
db.Execute "INSERT INTO tblA(AWert) VALUES(‘Wert†& intA & "‘)â€, dbFailOnError
lngA = db.OpenRecordset("SELECT @@IDENTITYâ€).Fields(0)
For intB = 1 To 5
db.Execute "INSERT INTO tblB(BWert, AID) VALUES(‘Wert†& intB & "‘, " & lngA & ")â€, _
dbFailOnError
lngB = db.OpenRecordset("SELECT @@IDENTITYâ€).Fields(0)
For intC = 1 To 5
db.Execute "INSERT INTO tblC(CWert, BID) VALUES(‘Wert†& intC & "‘, " _
& lngB & ")â€, dbFailOnError
Next intC
Next intB
Next intA
End Sub
Wenn Sie die folgenden Beispiele ausprobieren oder eigene Zugriffe auf die Elemente des TreeView-Steuerelements programmieren, werden zweifelsohne Fehler auftreten. Dies führt dazu, dass weitere Aufrufe nicht mehr funktionieren, wenn Sie nicht das Formular schließen und erneut öffnen. Woran liegt das? Access speichert Variablen nur so lange, bis ein Fehler auftritt. Access 2007-Entwickler können die TempVars-Auflistung verwenden, um Variablen darin zu speichern, die auch beim Auftreten von Fehlern nicht ihren Wert verlieren. Alle anderen sollten eine entsprechende Fehlerbehandlung einbauen, die unbehandelte Fehler ausschließt - behandelte Fehler löschen keine Variableninhalte. Wenn Sie zum Experimentieren oder in der Anfangsphase eines Projekts auf eine Fehlerbehandlung verzichten wollen, können Sie sich anderweitig behelfen. Vom Löschen der Variablen ist vor allem objTreeView betroffen, das nur einmal beim Laden des Formulars mit einem Verweis auf ctlTreeView.Object bestückt wird. Wenn Sie dauerhaft über diese Variable auf ctlTreeView.Object zugreifen möchten, schreiben Sie einfach folgende Zeilen in den Kopf des Klassenmoduls:
Dim WithEvents m_TreeView As MSComctlLib.TreeView
Private Function objTreeView() As
MSComctlLib.TreeView
If m_TreeView Is Nothing Then
Set m_TreeView = Me.ctlTreeView.Object
End If
Set objTreeView = m_TreeView
End Function
Statt einer Objektvariablen namens objTreeView haben Sie es nun mit einer gleichnamigen Funktion zu tun. Der eigentliche Verweis wird in der Objektvariablen m_TreeView gespeichert. Über die Funktion objTreeView können Sie im übrigen Code genau so auf ctlTreeView.Object zugreifen wie über die zuvor definierte Variable objTreeView. Die Funktion prüft, ob m_TreeView noch einen Wert enthält, was normalerweise der Fall ist, oder ob sie leer ist - dies ist in der Regel auf einen vorherigen unbehandelten Fehler zurückzuführen - und füllt sie erneut mit einem Verweis auf ctlTreeView.Object.
Noch ein Hinweis: Wenn Sie diese Variante verwenden, müssen Sie natürlich die folgende Zeile aus dem Form_Load-Ereignis des Formulars entfernen:
Set objTreeView = Me!ctlTreeView.Object
Private Sub cmdNachOben_Click()
If objTreeView.SelectedItem.Index > 1 Then
objTreeView.SelectedItem = objTreeView.Nodes.Item(objTreeView.SelectedItem.Index - 1)
Else
objTreeView.SelectedItem = objTreeView.Nodes.Item(objTreeView.Nodes.Count)
End If
End Sub
Private Sub cmdNachUnten_Click()
If objTreeView.SelectedItem.Index < objTreeView.Nodes.Count Then
objTreeView.SelectedItem = objTreeView.Nodes.Item(objTreeView.SelectedItem.Index + 1)
Else
objTreeView.SelectedItem = objTreeView.Nodes.Item(1)
End If
End Sub
Abb. 1: Datenmodell für das Füllen des TreeView-Steuerelements
Das Formular frmTreeView enthält ein Steuerelement namens ctlTreeView, dessen Einstellungen Sie zunächst nicht anpassen. Der Code zum Füllen und für den Zugriff auf das TreeView-Steuerelement landet im Klassenmodul des Formulars frmTreeView, das Sie durch die Auswahl des Eintrags [Ereignisprozedur] für die Eigenschaft Beim Laden des Formulars und anschließendes Anklicken der Schaltfläche mit den drei Punkten anlegen. Dort finden Sie gleich eine leere Ereignisprozedur namens Form_Load, die Sie aber noch nicht bestücken. Zuerst fügen Sie in den Kopf des Moduls die folgende Deklaration ein, die das Schreiben des Beispielcodes durch die Bereitstellung von IntelliSense vereinfacht:
Dim WithEvents objTreeView As MSComctlLib.TreeView
Dann vervollständigen Sie die Ereignisprozedur so, dass diese die erste Ebene des TreeView-Steuerelements mit den Datensätzen aus Tabelle tblA füllt (s. Listing 2). Während des Füllens ruft die Routine gleich die Routine FillNodeA und diese wiederum FillNodeB auf, um die Datensätze der Tabellen tblB und tblC ebenfalls zum TreeView hinzuzufügen. Dieses sieht nach dieser Behandlung wie in Abb. 2 aus.
Private Sub Form_Load()
Dim rstA As DAO.Recordset
Dim objNode As MSComctlLib.Node
...
Set objTreeView = Me!ctlTreeView.Object
Set rstA = db.OpenRecordset("SELECT * FROM tblAâ€, dbOpenDynaset)
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