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Diesen Beitrag finden Sie in Ausgabe 5/2007.

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Zusammenfassung

Lernen Sie praktische Tastenkombinationen im VBA-Editor kennen und vereinfachen Sie Ihre Arbeitsschritte durch deren Einsatz.

Techniken

Access-Tastenkombinationen

Voraussetzungen

Access 2000 und höher

Beispieldateien

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Shortlink

502

Tastaturgetriebene Entwicklung

André Minhorst, Duisburg

Die VBA-Entwicklungsumgebung bietet genau wie die Access-Benutzeroberfläche eine ganze Reihe Funktionen, die Sie ganz einfach per Tastenkombination steuern können. Dieser Beitrag stellt die wichtigsten vor und zeigt, wie Sie auch ohne Maus zu einer beeindruckenden Geschwindigkeitssteigerung kommen können.

Wer ernsthaft mit Access arbeitet, verbringt vermutlich mehr Zeit im VBA-Editor als mit der Access-Entwicklungsumgebung selbst. Da macht es Sinn, einige Tastenkombinationen zu lernen und sich die Arbeit damit zu erleichtern.

Von Access zum VBA-Editor

Zum Öffnen des VBA-Editors gibt es mehrere Möglichkeiten. Per Alt + F11 gelangen Sie direkt dorthin und wieder zu Access zurück, Strg + G setzt zusätzlich die Einfügemarke in das Direktfenster.

Dieses lässt sich mit derselben Tastenkombination auch innerhalb des VBA-Editors aktivieren; zum Deaktivieren hingegen sieht die Anwendung keine Tastenkombination vor. Zum Schließen des VBA-Editors betätigen Sie, wie in allen Windows-Anwendungen üblich, die Tasten Alt + F4.

Bequem zwischen Access und dem VBA-Editor wechseln können Sie mit der Tastenkombination Alt + F6 - sie funktioniert in beiden Richtungen.

Module im Griff

Das Öffnen von Modulen geschieht im Projekt-Explorer. Den zeigen Sie mit Strg + R an und können dann mit den Cursor-Tasten das gewünschte Objekt markieren und per Eingabetaste öffnen beziehungsweise, falls bereits geöffnet, in den Vordergrund holen. Eventuell nicht ausgeklappte Ordner öffnen Sie mit Cursor rechts oder der Eingabetaste, zur besseren Übersicht einklappen lassen sich diese mit Cursor links oder der Eingabetaste. Zum Schließen eines Moduls verwenden Sie wie in den übrigen Office-Anwendungen die Tastenkombination Strg + F4 (nicht zu verwechseln mit Alt + F4 zum Schließen der Anwendung).

Der Wechsel zwischen den geöffneten Modulen erfolgt wahlweise mit Strg + F6 beziehungsweise Strg + Umschalt + F6 (in umgekehrter Reihenfolge) und Strg + Tab beziehungsweise Strg + Umschalt + Tab.

Elemente des VBA-Editors aktivieren

Mit Strg + R aktivieren Sie, wie bereits erwähnt, den Projekt-Explorer. Es gibt noch mehr Shortcuts zum Anzeigen der meist in Toolwindows enthaltenen Funktionen:

  • F2: Öffnet den Objektkatalog.
  • F4: Aktiviert das Eigenschaftsfenster.
  • Strg + G: Aktiviert den Direktbereich.
  • F7: Setzt den Fokus auf das Codefenster und öffnet, wenn kein Modul aktiv ist, das zuletzt geöffnete Modul.

Im Codefenster

Das Codefenster ist zweifelsohne das wichtigste Element des VBA-Editors. Hier gelten zunächst die in anderen Office-Anwendungen auch vorhandenen Tastenkombinationen:

  • Strg + C: Kopieren
  • Strg + X: Ausschneiden
  • Strg + V: Einfügen
  • Strg + A: Alles im aktuellen Fenster markieren

Wenn Sie eine oder mehrere Zeilen markiert haben, können Sie deren Einzug mit der Tab-Taste erweitern und mit Umschalt + Tab verkleinern.

Das ist vor allem interessant, wenn Sie mal ein Konstrukt wie If...Then...End If um eine Reihe von Zeilen herum anlegen und die dazwischen liegenden Zeilen entsprechend einrücken möchten oder umgekehrt.

IntelliSense ist Trumpf

IntelliSense ist eine sehr wichtige Errungenschaft. Es unterstützt den Entwickler bei der Eingabe von Code, indem es unter anderem zu verschiedenen Zeitpunkten eine Liste von möglichen Ausdrücken bereitstellt. Am auffälligsten ist dies, wenn Sie den Namen eines Objekts und einen Punkt eingeben und der VBA-Editor die Liste der verfügbaren Eigenschaften, Methoden und Ereignisse anzeigt (s. Abb. 1).

pic001.tif

Abb. 1: IntelliSense liefert die Eigenschaften, Methoden und Ereignisse eines Objekts.

Aber das ist nicht alles, was IntelliSense kann: Wenn Sie beispielsweise eine Methode eingegeben haben, liefert es außerdem eine Liste aller Parameter und der möglichen Werte (s. Abb. 2).

pic002.tif

Abb. 2: IntelliSense liefert nicht nur eine Parameterübersicht, sondern auch noch die möglichen Werte einzelner Parameter.

Was hat das nun mit Tastenkürzeln zu tun? IntelliSense arbeitet doch ganz automatisch! Aber nicht immer: Wenn Sie eine Anweisung wie DoCmd.OpenForm einmal eingetippt haben und anschließend noch einmal kontrollieren möchten, zeigt IntelliSense sich nur noch, wenn Sie beispielsweise ein Komma oder ein Leerzeichen zwischen zwei Elementen hinzufügen.

Die Parameterliste lässt sich aber auch ohne Änderung des Codes anzeigen - nämlich mit der Tastenkombination Strg + I. Und es gibt noch weitere Tastenkombinationen, die IntelliSense unterstützen:

  • Strg + J zeigt je nach Position der Einfügemarke unterschiedliche Auflistungen an: zum Beispiel eine Liste aller Access-Konstanten oder eine Liste aller Eigenschaften, Methoden und Ereignisse.
  • Strg + Umschalt + J zeigt die für den aktuellen Parameter möglichen Einträge an.
  • Strg + I oder Strg + Umschalt + I öffnen die Liste der Parameter für die aktuelle Deklaration.
  • Wenn sich die Einfügemarke über einer Konstanten befindet, zeigt Strg + I den Wert der Konstanten an (s. Abb. 4).
pic004.tif

Abb. 4: Befindet sich die Einfügemarke über einer Konstanten, zeigt Strg + I den Wert der Konstanten an.

Während dies alles Funktionen sind, mit denen Sie von IntelliSense automatisch bereitgestellte Informationen nach der eigentlichen Bearbeitung des Codes erneut anzeigen können, ohne den Code erneut anzufassen, liefert IntelliSense noch eine weitere Funktion, die nur wenige kennen, die aber sehr viel Tipparbeit ersparen kann.

Um diese Funktion zu nutzen, geben Sie einfach einmal die Deklaration einer Variablen in ein Modul ein:

Public strVariableMitLangemVariablennamen As String

Wenn Sie dieser Variablen in einer weiteren Zeile einen Wert zuweisen möchten, brauchen Sie nicht den kompletten Variablennamen anzugeben: Es reicht aus, auf Strg + Leertaste zu drücken und die ersten paar Buchstaben einzugeben. IntelliSense ergänzt dann, wie sonst bei der Eingabe von Eigenschaften oder Methoden gewohnt, den Objektnamen (s. Abb. 5).

pic005.tif

Abb. 5: IntelliSense lässt sich auch zur Vereinfachung der Eingabe von Variablen am Beginn einer Zeile einsetzen.

Dies bezieht sich auf alle im aktuellen Kontext verfügbaren Variablen, Objekte und deren Elemente. Das heißt, dass privat deklarierte Variablen auch nur im jeweiligen Modul beziehungsweise in der jeweiligen Routine ausgewählt werden können.

Hier macht sich dann auch der konsistente Einsatz einer Namenskonvention bezahlt: Im Beispiel einer langen Routine, die mehr als eine Bildschirmseite einnimmt, brauchen Sie nur die Buchstaben str und irgendwann dazwischen Strg + Leertaste einzugeben, um alle im Kopf deklarierten String-Variablen verfügbar zu machen. Das lästige Hin- und Herscrollen entfällt somit.

Debuggen

Auch für das Debuggen liefert der VBA-Editor einige nützliche Tastenkombinationen mit:

  • F5 startet die aktuell markierte Routine,
  • F8 durchläuft die aktuelle Routine in einzelnen Schritten,
  • F9 setzt und entfernt Haltepunkte in der aktuellen Zeile und
  • Strg + Unterbrechen hilft aus, wenn eine Routine beispielsweise in einer Schleife ohne Abbruchbedingung hängen bleibt, und unterbricht deren Ausführung.

Weitere Tastenkombinationen finden Sie in der Onlinehilfe des VBA-Editors.

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