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Zusammenfassung

Sie lernen die Steuerelemente zur Erstellung von Windows-Anwendungen mit .NET kennen und erfahren, wie Sie diese programmieren können.

Techniken

VB.NET

Voraussetzungen

Visual Studio .NET

Beispieldateien

Steuerelemente.zip

Steuerelemente in .NET

Manfred Hoffbauer, Düsseldorf

Bei der Gestaltung einer Windows-Anwendung mit Microsoft .NET verwenden Sie viel Zeit auf die Anordnung und Programmierung von Steuerelementen. Sie dienen der Eingabe, Bearbeitung und Anzeige von Daten und bedürfen deshalb besonderer Sorgfalt.

Ein Formular mit
Steuerelementen

Eine typische Windows-Anwendung besteht aus Formularen, Textfeldern, Kombinationsfeldern, Dialogboxen, Menüleisten und anderen Elementen, die auf dem Bildschirm angezeigt werden. Der folgende Beitrag beschreibt die Grundlagen zur Programmierung dieser Elemente.

Objektklassen für Formulare

Durch die Brille des Programmierers betrachtet ist ein Formular nichts anderes als ein Objekt der Klasse System.Windows.Forms. Ein Steuerelement ist etwa ein Objekt der Klasse System.Windows.Forms.TextBox. Microsoft .NET stellt für jeden Steuerelementtyp jeweils eine Objektlasse zur Verfügung. Alle diese Klassen sind von System.Windows.Forms.Control vererbt. Dies ist auch der Grund dafür, dass Steuerelemente und Formulare viele Ähnlichkeiten haben.

Etwas aus Reihe tanzen die so genannten Komponenten wie beispielsweise Menüzeilen. Die Klasse System.Windows.Forms.Menu erbt nicht von der Klasse Controls, sondern von System.Windows.Forms.Menu. Aus diesem Grund unterscheiden sich Menüs in Handhabung und Eigenschaften teilweise erheblich von Formularen und Steuerelementen.

Weitere Beispiele für Komponenten sind die Klassen MenuItem, ToolTip, ErrorProvider, ContextMenu, Help und HelpProvider.

Als dritte Gruppe im Bunde lassen sich die Common Dialog Boxes herauskristallisieren. Hierzu zählen OpenFileDialog, SaveFileDialog, FontDialog, PageSetupDialog, PrintPreviewDialog, PrintDialog und MessageBox.

Diese Objektklassen spiegeln im Wesentlichen die entsprechenden Funktionen der Benutzeroberfläche von Windows wider und bieten daher wenig Neues. Insbesondere die MessageBox-Klasse dürfte Ihnen bereits aus der Programmierung von VBA bekannt sein.

In .NET ist die Klasse aber nur zu verwenden, wenn Ihre Assembly einen Verweis auf System.Windows.Forms enthält. Dies ist in Formularen immer der Fall, da diese von der Klasse Forms vererbt werden. In anderen Objektklassen müssen Sie den Verweis im Solution Explorer hinzufügen. Klicken Sie die Solution mit der rechten Maustaste an und wählen Sie den Befehl Add Reference aus dem Kontextmenü.

Zur Verwendung der MessageBox-Klasse müssen Sie entweder mit

Imports System.Windows.Forms

den Namenspace importieren oder Sie verwenden stets den voll qualifizierten Namen:

System.Windows.Forms.MessageBox.
Show("Hallo.")

Gemeinsame Eigenschaften von Formularen und Steuerelementen

Da Formulare und Steuerelemente von System.Windows.Forms.Control vererbt sind, haben sie gemeinsame Eigenschaften.

Mit einem Trick können Sie sich diese in Visual Studio anzeigen lassen:

  • Starten Sie Microsoft Visual Studio.NET.
  • Öffnen Sie mit Datei/Neu/Projekt den gleichnamigen Dialog.
  • Markieren Sie den Projekttyp Microsoft Visual Basic Projekte.
  • Klicken Sie auf das Template Windows Applikation.
  • Geben Sie den Namen Steuerelemente für das Projekt ein.
  • Klicken Sie auf die Schaltfläche OK.
  • Nachdem das Projekt erstellt ist, wählen Sie den Befehl Datei/Neues Element hinzufügen aus der Liste.
  • Markieren Sie das Template Windows Formular.
  • Geben Sie den Text Steuerelemente als Namen für das Formular ein.
  • Klicken Sie auf die Schaltfläche Öffnen. (
  • Microsoft Visual Studio erzeugt daraufhin ein neues, leeres Formular. Falls nicht bereits geschehen, können Sie mit Ansicht ( Toolbox die Toolbox einblenden. Dort finden Sie eine Liste aller Steuerelementtypen, die Sie direkt in Formularen verwenden können. Markieren Sie das TextBox-Symbol und klicken Sie innerhalb des Formulars. Anschließend können Sie mit festgehaltener Umschalttaste und durch Anklicken mit der Maus das TextBox-Steuerelement und das Formular markieren. Wenn beide Elemente markiert sind, zeigt Visual Studio im Eigenschaftenfenster wie in Abbildung 1 eine Liste der gemeinsamen Eigenschaften.

    Abb. 1: Dieses Fenster zeigt die gemeinsamen Eigenschaften von Steuerelementen und Formularen.

    Wenn bei einer Eigenschaft der Wert für das Formular und das Textfeld identisch sind, dann kann Visual Studio ihn für beide gleichzeitig anzeigen. Dies trifft beispielsweise für die Eigenschaft Font mit dem Wert Microsoft Sans Serif; 8,25pt zu. Bei unterschiedlichen Werten wie Location und Size enthält das Eigenschaftenfenster nur den Namen und eine leere Anzeige für den Wert.

    Quellcode 1: Vom Form-Designer automatisch generierter Code

    ...

    Friend WithEvents txtIhrName As System.Windows.Forms.TextBox

    <System.Diagnostics.DebuggerStepThrough()> Private Sub InitializeComponent()

    Me.txtIhrName = New System.Windows.Forms.TextBox

    Me.SuspendLayout()

    Me.txtIhrName.Location = New System.Drawing.Point(24, 32)

    Me.txtIhrName.Name = "txtIhrName"

    Me.txtIhrName.Size = New System.Drawing.Size(176, 20)

    Me.txtIhrName.TabIndex = 0

    Me.txtIhrName.Text = "TextBox1"

    ...

    Me.Controls.Add(Me.txtIhrName)

    Einige Eigenschaften lassen sich gleichzeitig für die markierten Steuerelemente verändern. Wenn Sie den Text Haufe in die Eigenschaft Text eingeben, dann ändern Sie gleichzeitig die Text-Eigenschaft des Textfelds und des Formulars. Beim Formular wird der Text dann in der Titelleiste anzeigt.

    Steuerelemente programmieren

    Aber wie kommen nun die Steuerelemente auf das Formular? Microsoft Access verwaltet die Steuerelemente als eigene Objekte. Ihre Größe, Position und anderen Eigenschaften speichert es in den Systemtabellen. Auf diese kann Visual Studio glücklicherweise verzichten. Wenn Sie hier ein Steuerelement auf die Arbeitsfläche ziehen, dann wird sofort der Programmcode zur Anlage des Steuerelements generiert.

    Generierter Programmcode

    Zum Test sollten Sie Ihrem Formular einmal ein Textfeld hinzufügen. Ändern Sie die Eigenschaft Name auf txtIhrName. Mit den folgenden Schritten können Sie sich den generierten Code ansehen:

  • Betätigen Sie die F7-Taste, um in die Codeansicht zu wechseln.
  • Klicken Sie doppelt auf den Text Windows Form Designer generated code. (
  • Visual Studio generiert daraufhin die Codezeilen aus Quellcode 1.

    Die erste Anweisung befindet sich im Deklarationsbereich der Objektklasse. Sie definiert die Objektvariable mit dem Namen txtIhrName vom Typ der Klasse TextBox.

    Der Programmcode des Formulars ist so aufgebaut, dass die Prozedur InitializeComponent aus dem Konstruktor des Formulars aufgerufen wird. Die Befehle werden also bei jedem Instanzieren eines Formularobjekts durchlaufen.

    Die New-Anweisung erzeugt ein neues TextBox-Objekt und weist es der txtIhrName-Variablen zu. Die darauf folgenden Anweisungen definieren die Eigenschaften des Steuerelements. Die Postion wird durch eine X/Y-Koordinate innerhalb des Formulars spezifiziert. Die Angabe erfolgt in Pixel ab der linken oberen Ecke der Arbeitsfläche des Formulars. Es folgen die Werte für die Name-, die Size- und die TabIndex-Eigenschaft. Die Text-Eigenschaft enthält den Text, der innerhalb des Steuerelements angezeigt wird. Die Anweisung

    Me.Controls.Add(Me.txtIhrName)

    fügt das Steuerelement schließlich der Controls-Auflistung des Formulars hinzu.

    Hinweis

    Beachten Sie, dass der hier gezeigte Programmcode von Visual Studio.NET generiert wurde. Falls Sie einen anderen Editor benutzen, dann kann der Programmcode anders aussehen. Wenn Sie gar keinen Editor verwenden, dann können Sie ebenfalls Steuerelemente innerhalb von Formularen anzeigen. Sie müssen dann lediglich den Code zur Anlage der Steuerelemente selbst schreiben. (

    Quellcode 2: Die automatisch angelegte Ereignisprozedur ...

    Private Sub btnEigenschaftenÄndern_Click(ByVal sender As System.Object, _
        ByVal e As System.EventArgs) Handles btnEigenschaftenÄndern.Click

    End Sub

    Quellcode 3: ... füllen Sie mit diesem Code auf.

    Dim ColorOld As System.Drawing.Color

    Dim i, WidthOld, XOld, X, YOld, Y As Integer

    ColorOld = Me.txtIhrName.BackColor

    Me.txtIhrName.BackColor = System.Drawing.Color.Blue

    Me.Refresh()

    System.Threading.Thread.CurrentThread.Sleep(500)

    Me.txtIhrName.BackColor = System.Drawing.Color.Yellow

    XOld = Me.txtIhrName.Location.X

    YOld = Me.txtIhrName.Location.Y

    WidthOld = Me.txtIhrName.Width

    For X = 100 To 0 Step -1

        Y = Me.txtIhrName.Location.Y

        Me.txtIhrName.Location = New System.Drawing.Point(X, Y + 2)

        Me.txtIhrName.Width = X

        System.Threading.Thread.CurrentThread.Sleep(10)

        Me.Refresh()

    Next

    Me.txtIhrName.Location = New System.Drawing.Point(XOld, YOld)

    Me.txtIhrName.Width = WidthOld

    Me.txtIhrName.BackColor = ColorOld

    Sie sollten sich vergegenwärtigen, dass bei .NET alle Steuerelemente und alle Formulare durch Programmcode erzeugt und angezeigt werden. Dies ist ein wesentlicher Unterschied zu Microsoft Access.

    Ereignisprozeduren anlegen

    Jedes Steuerelement verfügt über eine Reihe von Ereignissen, die es unter bestimmten Voraussetzungen auslösen kann. Ein besonders häufiges Ereignis ist das Click-Ereignis des Button-Controls. Das Click-Ereignis wird ausgelöst, wenn der Benutzer auf eine Schaltfläche klickt.

    Mit dem folgenden Beispiel legen Sie eine Schaltfläche inklusive Ereignisprozedur an. Der Programmcode der Ereignisprozedur verändert die Eigenschaften eines Textfelds in der Weise, dass es nach links unten aus dem Formular heraus fällt. Gehen Sie dazu wie folgt vor:

  • Wechseln Sie mit Shift + F7 in die Entwurfsansicht des Formulars.
  • Legen Sie mit der Toolbox ein neues Button-Steuerelement an.
  • Ändern Sie den Namen des Button-Steuerelements auf btnEigenschaftenÄndern.
  • Geben Sie Eigenschaften ändern in die Text-Eigenschaft des Steuerelements ein.
  • Klicken Sie doppelt auf das Button-Steuerelement. (
  • Die fünf Schritte veranlassen Visual Studio, wieder einigen Programmcode zu generieren. Es definiert eine Objektvariable vom Typ System.Windows.Forms.Button und weist ihr die erforderlichen Eigenschaften zu. Auch das Button-Control wird der Controls-Auflistung des Formulars hinzugefügt. Der Doppelklick bewirkt die Anlage der Ereignisprozedur aus Quellcode 2.

    Es handelt sich hierbei um eine Prozedur mit dem Namen btnEigenschaftenÄndern_Click. Sie hat die beiden Parameter sender und e. Diese Signatur entspricht den Erfordernissen für das Click-Ereignis eines Button-Controls. Der Zusatz Handles btnEigenschaftenÄndern.Click verbindet die Ereignisprozedur mit dem Click-Ereignis des Steuerelements btnEigenschaftenÄndern. Das bedeutet, dass die Prozedur bei jedem Klick auf diesen Button ausgeführt wird. Geben Sie den Programmcode aus Quellcode 3 ein.

    Auf die Deklaration der benötigten Variablen folgt ein kurzer Teil, der die Hintergrundfarbe des TextBox-Steuerelements auf Blau ändert. Die Anweisung Me.Refresh aktualisiert die Anzeige des Formulars. Das darauf folgende Sleep(500) veranlasst .NET, den laufenden Thread 500 Millisekunden warten zu lassen. Diese Zeit ist erforderlich, damit der Anwender die neue Hintergrundfarbe sehen kann, bevor sie sich auf Gelb ändert.

    Es folgt eine For...Next-Schleife, die die Variable X von 100 rückwärts bis auf 0 durchläuft. Innerhalb der Schleife ändert das Programm die Location-Eigenschaft des Textfeldes txtIhrName. Die Angabe der Position erfolgt durch ein Point-Objekt.

    Dieses Objekt erhält die X- und Y-Koordinate des Steuerelements bezogen auf die linke obere Ecke des Formulars in Pixel. Die zweite Anweisung verändert die Breite des Textfeldes.

    In diesem Fall reicht eine Wartezeit von 10 Millisekunden aus. Die Anweisung Me.Refresh veranlasst die Anzeige der geänderten Steuerelemente. Insgesamt entsteht der optische Effekt, dass das Textfeld nach links unten aus dem Formular herausfällt.

    Nach dem Ende der Schleife stellt das Programm die ursprünglichen Werte für Hintergrundfarbe, Position und Breite des Steuerelements wieder her.

    Ereignisse programmieren

    Die Zuordnung einer Prozedur zu einem Ereignis per Handles ist eine Besonderheit von Visual Basic.NET, die wohl am ehesten ein Tribut an Kompatibilität zu älteren Versionen von Visual Basic ist. Das übliche und auch in C#.NET anwendbare Verfahren ist die Verwendung der AddHandler-Anweisung. Die Anweisung

    AddHandler btnEigenschaftenÄndern.Click, AddressOf btnEigenschaftenÄndern_Click

    fügt einen Ereignishandler für das Click-Ereignis des Buttons btnEigenschaftenÄndern hinzu. Die AddHandler-Methode erwartet die Angabe des Ereignisses und die Angabe des Handlers als Parameter. Um eine Prozedur als Parameter angeben zu können, benötigen Sie einen Delegaten. Schreiben Sie einfach AddressOf und anschließend den Namen der Prozedur. Es ist wichtig, dass die Signatur der Prozedur für das Ereignis geeignet ist. Im Beispiel können Sie den folgenden Prozedurkopf verwenden (in einer Zeile):

    Private Sub btnEigenschaftenÄndern_Click
    (ByVal sender As System.Object, ByVal e As System.EventArgs) Handles 
    btnEigenschaftenÄndern.Click

    Andere Ereignisse erfordern manchmal auch eine andere Signatur. Ein Beispiel ist das Validating-Ereignis (in einer Zeile):

    Private Sub btnEigenschaftenÄndern_Validating(ByVal sender As Object, ByVal e As System.ComponentModel.CancelEventArgs)

    Handles btnEigenschaftenÄndern.Validating

    Hier erhalten Sie wie bei den meisten Ereignissen in der Variablen sender das Objekt, das das Ereignis auslöst. Die Variable e ist hier allerdings nicht wie sonst vom Typ EventArgs, sondern vom Typ CancelEventArgs. Das gibt Ihnen die Möglichkeit, innerhalb der Prozedur verschiedene Prüfungen durchzuführen und das erfolgreiche Beenden des Validating-Prozesses bei Bedarf mit der folgenden Anweisung abzubrechen:

    e.Cancel = True

    Handler hinzufügen und entfernen

    Um sich mit dem Gebrauch der AddHandler-Anweisung vertraut zu machen, können Sie das Steuerelemente-Formular wie folgt erweitern:

  • Wechseln Sie mit Shift + F7 in die Entwurfsansicht des Formulars.
  • Fügen Sie dem Formular eine neue Schaltfläche hinzu.
  • Ändern Sie den Namen der Schaltfläche auf btnEreignisHandlerHinzufügen.
  • Geben Sie EreignisHandler hinzufügen in die Text-Eigenschaft der Schaltfläche ein.
  • Fügen Sie eine zweite Schaltfläche hinzu.
  • Ändern Sie den Namen der Schaltfläche auf btnEreignisHandlerEntfernen.
  • Geben Sie EreignisHandler entfernen in die Text-Eigenschaft der Schaltfläche ein. (
  • Um den Programmcode hinzuzufügen, führen Sie einen Doppelklick auf die Schaltfläche btnEreignisHandlerHinzufügen aus. Fügen Sie in den automatisch generierten Prozedurrumpf die folgende Anweisung ein:

    AddHandler txtIhrName.TextChanged, AddressOf txtIhrName_TextChanged

    Diese Anweisung fügt einen Handler für das TextChanged-Ereignis des Textfeldes txtIhrName hinzu.

    Dieses Ereignis tritt immer dann auf, wenn sich der im Textfeld enthaltene Text ändert. Für die Schaltfläche btnEreignisHandlerEntfernen benötigen Sie eine Ereignisprozedur zum Entfernen des Ereignishandlers. Die Anweisung lautet wie folgt:

    RemoveHandler txtIhrName.TextChanged, AddressOf txtIhrName_TextChanged

    Während der Eingabe des Programmcodes machen Sie Schlangenlinien darauf aufmerksam, dass die Prozedur txtIhrName_TextChanged nicht vorhanden ist. Diese sollten Sie wie folgt eingeben:

    Private Sub txtIhrName_TextChanged( _
        ByVal sender As Object, _
        ByVal e As System.EventArgs)

    Me.Text = Me.txtIhrName.Text

    End Sub

    Wenn Sie das Programm durch Betätigen der F5-Taste starten, zeigt Windows das Formular einschließlich eines Textfeldes an. Sie können nun Ziffern und Buchstaben in das Textfeld eingeben und beobachten, wie diese angezeigt werden. Tatsächlich löst jede Eingabe ein TextChanged-Ereignis aus, das jedoch ohne Wirkung bleibt.

    Erst ein Mausklick auf die Schaltfläche EreignisHandler hinzufügen führt die AddHandler-Anweisung aus. Wenn Sie anschließend Text in das Textfeld eingeben, dann führt das ausgelöste Ereignis zu einem Aufruf der Prozedur txtIhrName_TextChanged. Diese Prozedur weist den aktuellen Text des Steuerelements der Titelzeile des Formulars zu. Ihre Eingabe wird wie in Abbildung 2 in der Titelzeile gespiegelt.

    Abb. 2: Bei eingeschaltetem Handler spiegelt sich die Eingabe in der Titelzeile des Formulars.

    Mit einem Klick auf den Button EreignisHandler entfernen schalten Sie den Handler wieder aus. Weitere Texteingaben werden dann nur noch innerhalb des Textfelds angezeigt.

    Beachten Sie, dass Microsoft .NET Ereignishandler in einer Liste verwaltet. Wenn Sie zwei Handler hinzufügen und einen entfernen, dann wird die Eingabe weiterhin in der Titelleiste gespiegelt. Der Effekt hört erst dann auf, wenn Sie genauso viele Handler entfernt haben, wie vorher hinzugefügt wurden.

    Quellcode 4: Aktion beim Schließen eines Formulars

    Private Sub frmEigenschaften_Closing(ByVal sender As Object, ByVal e As System.ComponentModel. _
        CancelEventArgs) Handles MyBase.Closing

        If (Me.txtIhrName.Text Is Nothing) OrElse (Me.txtIhrName.Text.Length = 0) Then

            MsgBox("Bitte geben Sie einen Text ein.")

            e.Cancel = True

        End If

    End Sub

    Quellcode 5: Beispiel für das Validating-Ereignis

    Private Sub txtKundennummer_Validating(ByVal sender As Object, ByVal e As System.ComponentModel. _
        CancelEventArgs) Handles txtKundennummer.Validating

        If Me.txtKundennummer Is Nothing Or Me.txtKundennummer.Text.Length = 0 Then

            Me.txtKundennummer.Text = ""

            MsgBox("Bitte geben Sie eine Kundennummer ein.")

            e.Cancel = True

        Else

            Me.txtKunde.Text = LeseKunde(CInt(Me.txtKundennummer.Text))

            e.Cancel = False

        End If

    End Sub

    Private Function LeseKunde(ByVal Kundennummer As Integer)

        ' Simulation. Bitte fügen Sie hier den Programmcode zur Prüfung der Kundennummer ein.

        LeseKunde = "Hans Mustermann (" + Kundennummer.ToString() + ")"

    End Function

    Automatische Ereignishandler

    Doch woher weiß der Programmierer, welche Signatur ein Ereignis erfordert? Die Antwort findet sich natürlich in den umfangreichen Hilfetexten von Visual Studio.NET. Dort sind praktisch alle Eigenschaften und Methoden der Programmiersprache Visual Basi.NET dokumentiert. Einfacher und oft auch schneller gelangen Sie aber zum Ziel, indem Sie .NET den rudimentären Code generieren lassen. Gehen Sie wie folgt vor:

  • Wechseln Sie mit der F7-Taste in die Codeansicht.
  • Oberhalb des Fensters zur Eingabe von Programmcode finden Sie zwei Kombinationsfelder.
  • Wählen Sie aus dem linken der beiden Kombinationsfelder das Steuerelement aus, für das Sie einen Ereignishandler hinzufügen wollen.
  • Wählen Sie aus dem rechten der beiden Fenster das Ereignis aus, dessen Handling Sie programmieren möchten (s. Abb. 3). (
  • Abb. 3: Wählen Sie zuerst das Steuerelement und dann das Ereignis aus, für das Sie Code erzeugen wollen

    Zur Übung können Sie eine Prozedur einfügen, die das Schließen des Formulars unterbindet. Gehen Sie dazu wie folgt vor:

  • Wählen Sie aus der linken Liste den Eintrag (frmEigenschaften Events).
  • Wählen Sie aus der rechten Liste den Eintrag Closing. (
  • In diesem Augenblick erzeugt Visual Studio die Ereignisprozedur für das Closing-Ereignis. Diese Prozedur verfügt ebenfalls über ein CancelEventArgs-Argument. An dieser Stelle können Sie den Programmcode eingeben, mit dem das Schließen des Formulars freigegeben oder verhindert wird (s. Quellcode 4).

    Dieser Programmcode prüft, ob der Anwender einen Text eingegeben hat. Falls kein Text einegeben wurde, bricht das Programm das Schließen des Formulars ab.

    Die Eingabeprüfung

    Das Validating-Ereignis tritt nach dem Leave- und vor dem Validated-Ereignis auf. Es ist der ideale Einstiegspunkt für eine Eingabeprüfung. Das Beispiel aus Quellcode 5 zeigt den Gebrauch des Ereignisses.

    Die Ereignisprozedur ist an das Validating-Ereignis des Feldes txtKundennummer geknüpft. Sie wird immer dann aufgerufen, wenn das Feld verlassen wird. Im Beispiel erfolgt eine Prüfung der Kundennummer. Die entsprechende Funktion wurde hier nur simuliert. In einer konkreten Anwendung werden Sie die Funktion LeseKunde wahrscheinlich durch eine Datenbankabfrage ersetzen.

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